29. Mai 2018

Flieger, grüß mir die Sonne (Teil 3: Eslohe - Winterberg)

Nachdem ich den Ruhetag in Eslohe zur Besichtigung des Museums "DampfLandLeute" genutzt habe und es mir anschließend im Esloher Brauhaus habe gutgehen lassen, geht es weiter. Wieder einmal bringt mich ein Linienbus zum Etappeneinstieg, diesmal nach Wenholthausen, einem hübschen Dorf an der Wenne. Von hier aus geht es steil bergauf bis auf den Käseberg oder Gesenberg, immer wieder mit reizvollen Blicken zurück auf das kleine Dorf, das im Tal verschwindet.




Quelle: outdooractive.com

Noch einmal geht es ins Tal hinab, nach Reiste. Der Abstieg ist anfänglich sehr steil, ein Gedenkkreuz erinnert an einen Pfarrer, der hier im 17. Jahrhundert mit dem Pferd verunglückte. Reiste lockt mit zwei Gasthöfen zu einer Einkehr, dann geht es wieder bergan. Die heutige Etappe führt weitgehend durch offenes Land, allerdings auch vermehrt auf Wirtschaftswegen. Zum Schluss geht es allerdings länger durch Wald, bis der Abstieg über einen steilen, verwurzelten und steinigen Kreuzweg nach Bad Fredeburg erfolgt. Schade, dass es jetzt wieder regnet, denn diese hübsche Fachwerkstadt hätte ich mir gerne genauer angeschaut. Der Bus bringt mich zurück nach Eslohe - das Essel-Bräu ist einfach zu gut.

Am nächsten Tag reise ich dann endgültig aus Eslohe ab - noch einmal Bus fahren, wieder nach Bad Fredeburg, wo ich tags zuvor meine Wanderung beendete. Der Höhenflug führt steil durch den Kurpark und den anschließenden Wald zu einem großen, betriebsamen Schieferbruch. Die Unruhe dort unterbricht ein wenig den Flow der Wanderung, zumal es von einem Pfad auf die breite Zufahrtstraße des Werkes geht. Doch bald hat der Wald mich wieder - nächster Stop: Huxel. Der Höhenflug schlängelt sich mehrmals um dieses kleine Dorf herum, eine geräumige Grillhütte mit kleinem Brunnen am Ortsrand bietet einen schönen Rastplatz. Die Sonne scheint wieder.
Hinter Huxel geht es dann endgültig in die höchsten Lagen des Sauerlandes. Ein langer Anstieg führt mich hinauf zur Hunauhütte. Unterwegs lerne ich am Dreiländereck, was ein Schnadegang ist. Auch die Hunauhütte bietet einen sehr schönen Rastplatz, allerdings gibt es hier, wie auf dem ganzen Höhenzug der Hunau, keine Bewirtschaftung.

Ab der Hunauhütte wird der Weg recht monoton - lange, breite Fahrwege auf dem Kamm, die über mehrere Kilometer schnurgerade sind. Der dichte Wald erlaubt keine Talblicke, obwohl ich mich hier auf einem der höchsten Berge des Sauerlandes befinde. Interessant ist das Wetter - auf der Südseite strahlend blauer Himmel, auf der Nordseite dichte Wolken. Durch die geradlinige Streckenführung komme ich immerhin meinem Etappenziel, Altastenberg, schnell näher. Die letzten Kilometer dann lege ich auf einem Wiesenpfad zurück und habe wieder herrliche Aussichten. Im "Kleinen Hotel Wemhoff" genieße ich den letzten Abend bei sehr leckeren Wildschweinemedaillons.

Auch am letzten Tag der Pfingstwoche habe ich schönstes Wetter, strahlend blauen Himmel, und nur acht Kilometer zu wandern. Das nächste Ziel ist der Kahle Asten mit der Lennequelle. Ich genieße den Aufenthalt auf dem Gipfel und die weitreichende Aussicht, auch wenn der Tourismus schon deutlich zunimmt. In den letzten Tagen habe ich kaum einen Wanderer getroffen, hier und heute sind es hunderte. Der Abstieg nach Winterberg erfolgt relativ schnell, mittags bin ich am Bahnhof und steige in den Zug nach Hause. Aber nur für vier Tage - dann geht es hier weiter.







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